Die USA im Wandel


In den letzten Handelstagen des Jahres 2009 war es endlich soweit. Das was wohl zu Beginn des Jahres fast keiner für möglich gehalten hatte ist eingetreten, der Deutsche Leitindex knackte die 6.000 Punkte Marke.Genauer gesagt hat der Deutsche Leitindex mit 6.011 Punkten den höchsten Stand seit September 2008 markiert. Anleger fragen sich nun wie geht das kommende Börsenjahr weiter und was ist aus den USA an positiven oder negativen Einflussfaktoren zu erwarten.Vorab sei gesagt, es ist vieles nicht so schlimm wie es aussieht, manches aber noch viel schlimmer..

 

Dennoch bläst der US-Wirtschaft auch ein spürbarer Gegenwind ins Gesicht. Die Verbraucherverschuldung ist nach wie vor hoch und es scheint, als ob sich der bereits eingeleitete Entschuldungsprozess über mehrere Jahre hinzieht. Auch die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. Wenngleich ihr Höchstwert bereits kurz bevorsteht (wie sich aus dem jüngsten Rückgang der wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe schließen lässt), so dürfte sie in ihrem Gesamtausmaß für die Verbrauchernachfrage problematisch bleiben. Es sei daher sehr unwahrscheinlich, dass die Erholung – wie in früheren Fällen – vom Verbraucher ausgeht. Sie werde stattdessen durch Investitionsausgaben bestimmt, da der Unternehmenssektor seine aktuelle Stärke ausspielt.

Für den US-Aktienmarkt ergeben sich aufgrund der aktuellen Lage zusätzlich zur bereits erfolgten starken Erholung noch weitere Steigerungsmöglichkeiten. Das Graham-Dodd-KGV (Aktienkurs dividiert durch den monatlichen durchschnittlichen Gewinn pro Aktie über 10 laufende Jahre) für den S&P 500 liegt immer noch unter dem langfristigen Durchschnitt. Sollten die Annahmen gegenüber dem Verhältnis zwischen Gewinnen und Umsätzen beim Eintritt in diesen Aufschwung richtig sein, dann werde die Gewinnkraft vieler US-Unternehmen von vielen Analysten zurzeit unterschätzt.

 

Letztendlich sollte man sich daran erinnern, dass vielen Großunternehmen im aktuellen Umfeld ihre geografische Diversifikation zugute kommt. Dadurch sind viele US-Firmen tatsächlich an schneller wachsenden Volkswirtschaften wie den Schwellenmärkten direkt beteiligt. In Kombination mit der beträchtlichen Dollarschwäche gäbe es hier einen weiteren Pluspunkt für die aktuellen Gewinnaussichten. Das kommende Jahr könnte sich also als ein ganz entscheidendes für die Weltmacht USA darstellen, und vielleicht wird am Ende die Welt doch wieder einmal positiv überrascht, wie robust die US Wirtschaft immer wieder ist.

 

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