Verschiedene Trading-Strategien die sich bewährt haben stehen zur Auswahl:
Charttechnik
Die wohl am weitesten verbreitete Methode unter Tradern um Swings rechtzeitig zu erkennen ist die Auswertung von charttechnischen Signalen, die durch verschiedene Indikatoren geliefert werden können. Aber auch Trendlinien die gebrochen und verfolgt werden können, sowie gewisse Formationsmodelle können entscheidende Faktoren bei der Auswahl und Umsetzung eines Swingtrades sein. Einzelheiten zum Thema Charttechnik habe ich gesondert in dem ebenso genannten Kapitel aufgeführt da sie als Beiwerk für die Seite der Trading Strategien zu umfangreich und auch zu wichtig sind. Hier möchte ich auf ein paar einfache Strategien eingehen die sowohl zum Erreichen kurzfristiger Trading Ziele als auch für den langfristigen Vermögensaufbau sehr effizient und aufschlussreich sind. Zu allen Kapiteln sei noch eins vorab gesagt. Einer der Hauptfehler vieler Menschen die sich an der Börse tummeln ist wohl das sie hier mit dem schnellen Reichtum rechnen, und in zu kurzer Zeit zu viel erreichen wollen. Genau hier setzten die vorgestellten Strategiemodelle an – Der Weg ist das Ziel – oder auch der Weg der 1000 kleinen Schritte!
Die 5 Prozent Strategie
Diese Strategie verfolgt ein Bekannter von mir seit Jahren mit großem Erfolg. Ziel und Zweck ist es jeden Tag nur einen Trade zu machen in dem man auf das eingesetzte Kapital nur 5 Prozent Rendite erzielt und den Trade danach sofort wieder auflöst. Hört sich irgendwie banal an ist aber extrem effektiv. Mein bekannter führt ansonsten ein sehr entspanntes Leben, denn meistens wickelt er seine Swing Trades innerhalb der ersten Handelsstunden eines Tages ab, und hat dann den Rest des Tages frei und Zeit sich mit den wirklich angenehmen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Morgens wird vor Handelsbeginn an den Börsen der Markt analysiert und neue Unternehmensnachrichten entsprechend ausgewertet und daraufhin eine sehr kurzfristige Trading Position zu Handelsbeginn eröffnet. Sobald die 5 Prozent Gewinn zzgl. der Ordergebühren erreicht sind wird diese Position dann wieder geschlossen.
Natürlich kalppt das nicht jeden Tag und eventuell wird man auch hier mal auf dem falschen Fuß erwischt, aber ausgehend von 220 Handelstagen im Jahr bei denen man an 20 Tagen gar nicht handelt und nur an der Hälfte aller Tage sein Ziel erreicht ergibt sich folgende Rechnung. Wir gehen mal nur von einem Anlagekapital von 10.000,- Euro aus, dann macht der anzunehmende Gewinn an den 100 erfolgreichen Tagen 500,- Euro pro Tag aus. das entspricht am Jahresende einer Summe von 50.000,- Euro Gewinn wenn man immer nur 10.000,- Euro pro Tag einsetzt. Nicht berücksichtigt sind in dieser Rechnung die vielleicht “nur” 1, 2 oder 3 Prozent Gewinn an den übrigen 100 Tagen und natürlich auch die Verlust-Trades die es zwischendurch immer mal wieder geben wird.
Laut Aussage meines Bekannten heben sich diese beiden Positionen ungefähr gegeneinander auf. Nicht berücksichtigt ist hier ebenfalls die Möglichkeit mit den Gewinnen zusätzlich weitere Gewinne erzielen zu können indem man die Anlagesumme permanent durch die Gewinne erhöht. Ausgehend von diesem einfachen Beispiel ist es also möglich mit 10.000,- Euro Eigenkapital eine Rendite von 500 Prozent pro Jahr zu erwirtschaften, was nach 10 Jahren auch die erklägliche Summe von 500.000,- Euro ergeben würde. Da mein Bekannter das Spiel schon bis zur Perfektion beherrscht und die Gewinne reinvestiert kommen hier weitaus höhere Sätze raus. Ich persönlich habe diese Strategie ebenfalls teilweise für mich entdeckt und lasse neben meinen Swing-Trades immer ein kleines Extradepot mitlaufen in dem ich nur diese eine Strategie ohne Ausnahme konsequent verfolge.
Ich kann nur jedem raten es auszuprobieren, denn es funktioniert wirklich, zwar nicht ganz so gut wie bei meinem Bekannten, aber immerhin doch ganz ordentlich. Bei mir ergab sich nach kurzer Zeit ungefähr eine tägliche Rendite von 3,5 Prozent was ich aber immer noch ganz ordentlich finde. man muss auch dazu sagen, dass es nicht ganz einfach ist jeden Tag eine Aktie zu finden die dieses Potenzial aufweist. Realistisch betrachtet gelingt mir dies nur etwa jeden zweiten Tag, dafür gibt es aber auch Aktien die mehr Rendite bringen und somit den Schnitt heben. Und man muss einkalkulieren auch einmal einen Optionsschein auf fallende Kurse kaufen zu müssen um diese Ziele zu erreichen. Die 5 Prozent Strategie ist also für Menschen mit genügend Kapital und einem entsprechenden Screening Programm, das einem die interessanten Aktien täglich heraus filtert wohl möglich, für den Otto-Normal-Trader würde ich sagen, dass man sich eher an 3 Prozent orientieren sollte – und das ist absolut machbar!!
Die 500,- Euro Strategie
Ebenso wie die 5 Prozent Strategie funktioniert die 500,- Euro Strategie (Oder natürlich wie oben beschrieben deie3 Prozent Strategie!
Der Unterschied liegt nur darin das hier die Trades auch mal ein paar Tage dauern dürfen. Unabhängig vom eingesetztem Kapital ist das Ziel mit jedem Trade 500,- Euro netto nach Abzug der Gebühren zu verdienen. Dies kann mit 5.000,- Euro Einsatz erreicht werden , oder mit 50.000,- Euro Einsatz. Es können mehrere Positionen gleichzeitig eröffnet und geschlossen werden. Das Wichtige ist hier nur, dass man sofort nach dem Kauf schon den Verkaufskurs ins System eingibt und sich somit seine 500,- Euro “sichert”, sprich de Position auch konsequent verkauft sobald das Ziel erreicht wurde. Das Ergebnis am Jahresende kann das gleiche sein wie bei der 5% Strategie, oder auch höher dadurch das man mehrere Trades gleichzeitig laufen lässt. Auch diese Strategie ermöglicht es einem Trader neben seiner Arbeit auch noch genügend Freizeit zu haben und ruhig schlafen zu können, wenn man zu der Verkaufsorder nach Eröffnung der Position gleichzeitig noch eine Stopp-Loss Order eingibt. Meine Faustregel hier ist es immer und ohne Ausnahme maximal 2 Prozent der eingesetzten Summe zu verlieren und den Stopp entsprechend zu platzieren.
5% Strategie klingt interessant, welchen Aktienkorb handelt dein Bekannter, und ist er in der jetzigen Phase damit auch erfolgreich?
Hallo Torsten,
man könnte sogar sagen das er gerade in diesen Zeiten extrem erfolgreich ist und in den Seitwärtsphasen immer am meisten verdient. Probiers doch einfach mal aus, aber sei auf jeden Fall konsequent!
Hallo admin,
nun kenne ich kenne die Aktien nicht die dein Bekannter handelt, aber 5% an Tagesmove ist schon ganz ordentlich, ich gehe mal davon aus das er den optimalen Entry & Exit (Tagestief o. Tageshoch) nie genau erwischen wird, demnach müsste die Aktie also schon 6-7% machen um die 5% Gewinn zu bekommen. Als Swingtrade über einige Tage sollten die 5% durchaus drin sein, aber intraday…. da wirds schon eng, es sei denn er handelt die Aktien mit Hebel (Optionen, CFD oder STF). Vielleicht kann er/ du das mal an einem Beispieltrade erläutern? Mich würde mal interessieren wie er mit den Verlusttrades umgeht, immer nur einen Trade/Tag….. wenn der nicht läuft PC aus und gut oder doch einen Reentrytrade versuchen?
Naja, sicherlich gelingt das nicht täglich und immer, die Positionen werden mit einem Maximalverlust von 2 bis 3 Prozent maximal abgesichert und er hält die Positionen auch mal über nacht. Des Weiteren hat er im Schnitt drei bis vier Positionen am Laufen was das Risko etwas streut. Also beispiel Aktie A mit 4 Prozent im Gewinn, Aktie B mit 6,5, Aktie C 1,5 Prozent Gewinn und Aktie D 2 Prozent Verlust. Gibt am Schluss immer noch eine gute Tagesperformance, und so weiter. Ich werde Ihn aber mal fragen ob er hier ein Beispiel posten mag. Soviel weiß ich allerdings, er arbeitet nicht mit Hebelprodukten, sondern nur long oder short.
Gruß
Super cooler Artikel, kann Torsten nur zustimmen, die 5% Strategie klingt wirklich gut, ich denke das werde ich mal testen. Vielleicht schaff ich es auch mal solch einen guten Artikel zu schreiben.
Der Artikel ist zwar schon einige Zeit alt, aber die Prinzipien die erwähnt sind, universell. Ich habe es ausprobiert und mit einem startkapital von 10k€ angefangen und es funktioniert recht gut. Die 500€ habe ich nicht geschafft. Aber durchschnittlich liege ich bei 226€ und das bei 158 echten Handelstagen. Das Leben ist entspannter und es ist ein guter Nebenverdienst gewesen. Ab 2010 habe ich meine Grundsumme vervielfacht und bin jetzt zum privaten “Profitrader” gewechselt.
Danke für die Inspiration
Was soll denn das für eine “Strategie” sein? Die fieberhafte Suche nach Strategien beruht ja gerade darauf, dass man an der Börse nicht mal so einfach Gewinne macht. Über “Strategien” wird versucht, die Gewinne möglichst hoch und die Verluste möglichst gering zu halten.
Jetzt wird hier als Strategie vorgeschlagen:
“Setzen Sie sich morgens ne Weile an den PC, machen Sie Gewinne und dann machen Sie den Rest des Tages Urlaub!”
Aha…so einfach ist das….
“nur 5% Rendite am Tag” mit einem Trade und dann Eierschaukeln.
Sicher!!
Ich würde sagen 1% pro Woche ist sehr gut. Im Schnitt 1% am Tag ist fantastisch. Aber im Schnitt 5% nur mit Intraday-Positionen? Das ist…sagen wir mal sehr, sehr, sehr “sportlich”.
Grüße!
ja das ist es wohl, ich denke auch, das dies ohne optionscheine nicht machbar ist…
Die 5% Strategie klingt ja viel versprechend. Wären sie bereit ihrem ominösen Bekannten von mir 1000 Euro zu übermitteln damit er dass dann 3 Jahre machen kann? Die Hälfte des Gewinns kann er behalten, mir reichen die ca. 3,4 Millionen dann immer noch locker aus.
Auf der anderen Seite wenn er das ja schon seit “Jahren” so macht gehe ich davon aus, dass er im Moment wahrscheinlich zu beschäftigt damit ist, sich sämtliche DAX 30 Unternehmen zu kaufen (wohin sonst mit dem Geld)
Mit freundlichem Gruß